4 weeks later…
4 Wochen, 28 Tage und ein paar Stunden. Ich habe meinen kleinen Atlanta Blog wohl etwas vernachlässigt. Ich habe meine Social Security Number beantragt, das Apartment bezogen, die Grundeinkäufe erledigt, bin dabei mich mit meiner Mitbewohnerin anzufreunden und arbeite nun auch volle 40 Stunden die Woche.
Gut, gut spulen wir mal knapp 4 Wochen zurück. Noch während ich im Hotel gewohnt habe, beantragte ich meine Social Security Number im lokalen Office des U.S. Social Security Administration. Was benötigt man dafür? Eigentlich nicht viel. Einen gültigen Reisepass mit gültigen Visum sowie das DS-2019 und Form SS-5. Ich empfehle das entsprechende Formblatt im Vorfeld online herunterzuladen und einfach ausgefüllt mitzunehmen. Bitte auch darauf achten das man mit schwarzer oder blauer Tinte schreibt.
Hat man alle Dokumente zusammen und ist bereits mehr als 10 Tage in den USA startet man durch zum Social Security Office. Kleine Warnung: Am besten nichts mitnehmen außer den Dokumenten. Keine Taschen, Messer, Waffen, Getränke und Speisen. Auch ein Kellnermesser ist eine Waffe! Mein Kellnermesser hatte ich zufällig in der Tasche an dem Tag. Man wird am Eingang genauso gefilzt wie am Flughafen. Inklusive X-Ray Scanner, Gürtel ausziehen, abtasten und Taschenkontrolle. Ich durfte mein Kellnermesser behalten. Mit dem Ding hätte ich gegen die 4 bewaffneten Cops im Application Center eh nichts ausrichten können. Auch sehr sinnvoll ist es am besten keine Fragen zu stellen.
Man sollte selbst wissen das man am Computer hinten links in der Ecke eine Nummer ziehen muss. Der äußerst freundliche Cop erklärt einem das nämlich nur sehr ungerne. Auch sonst sieht man ja aus wie ein Schwerverbrecher und wird dementsprechend behandelt. Die nette Beamtin hinter der Glasscheibe muss man natürlich auch nicht 3 mal fragen ob das nun alles ist. Das ist dort wie im Ritz Carlton. Getränke und Snacks sind natürlich Complimentary und heiße Handtücher kommen auf Nachfrage sofort. Nach 2 Stunden warten hatte ich meine Bestätigung dann in der Hand.
Zwischenzeitlich ist auch Rocio meine spanische Mitbewohnerin angekommen. Wir bezogen unser Apartment in der letzten Februarwoche. An dieser Stelle vielen, vielen Dank an Svenja. Sie ist mein HRC Buddy und hat uns mit Ihren Fahrservice und der Einkaufsberatung sehr, sehr geholfen. Auch vielen Dank an Michelle die bei der Beratung auch nicht untätig war und den Fernseher gespendet hat. Dumm nur das wir zwar kostenfreies TV haben, aber einen Fernseher ohne Ferbedienung der folgendes verlangt: “Press Auto on Remote Control”. Ich muss wohl mal nach Walmart und eine Universal Fernbedienung kaufen. Kommt Zeit, kommt Rat.
Inzwischen darf ich auch voll am Front Desk mitarbeiten. Ich habe mein Online Computer Training erfolgreich abgeschlossen und bin nun permanent am Desk tätig. Die Amerikaner sind schon ein lustiges Völkchen. Kurz eine Anfrage vom Gast: “Mein Fernseher funktionierte letzte Nacht nicht, ich bezahle nicht für das Zimmer.” Wir haben 2 Fernseher in jeder Suite und einen Techniker Service. Aber so sind sie hier. Alle ein klein wenig verrückt. Auch Vorsicht vor den amerikanischen Hotelketten-Brainwash-Versuchen. Wir sind die beste Company der Welt in Sachen Hospitality Business.
Hilton forever!
Interessant ist es auch in den Staaten eine Telefonanschluss zu bekommen. Ohne Social Security Number läuft da mal überhaupt nichts. Ohne die eine Nummer gibts die
andere Nummer nicht. Achja und man sollte bitteschön nette 90 $ für einen Telefonanschluss hinlegen. Wir haben eine viel, viel bessere Lösung gefunden. Ich habe mich einfach mal bei unserem Nachbarn vorgestellt und nebenbei für 20 $ pro Monat Internet gesichert. Zumindest bis er auszieht, was hoffentlich nach unserem Auszug ist. Im Grunde ist es hier aber sehr erträglich. Einiges ist teurer (Lebensmittel, vor allem frische) und Waren aus Europa. Einiges ist aber auch wieder wesentlich billiger. Vor allem was den Sektor Kleidung und Electronics angeht. Hier verschleudert man halt Fernseher, Ipods, Laptops und Abercrombie Hosen.
Unglaublich ist die Größe der Stadt und es ist immer noch eine kleine Stadt im Vergleich zu New York. Man kommt mit der Marta (Öffentliches Verkehrsnetz der Stadt Atlanta) zwar sehr gut zur Arbeit und zurück. Außerdem entgeht man der Rush Hour auf dem Highway. Jedoch ist die Freizeitgestaltung um einiges schwieriger ohne fahrbaren Untersatz. Ob ich mir ein Auto kaufen werde steht aber noch in den Sternen. Zur Zeit komme ich noch sehr gut ohne davon.
Ich verabschiede mich an dieser mal wieder!
März 9th, 2010 by Florian Neumann | No Comments »




